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Leben in der Ordensschule
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Sophia_elisabeth



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MessagePosté le: Sam Avr 02, 2016 2:33 am    Sujet du message: Répondre en citant

Das Noah nicht wirklich eine Lernpause einlegte ahnte Sophia schon seitdem sie ihm die Lektion über die Beichte hingereicht hatte. Jeder Mensch hatte eine Lektion mit der er nicht gut zurecht kam, die ihn persönlich beschäftigte und mit der er weniger gut zurecht kam.
Also nickte sie auf seine Frage, ob sie sich setzen wollten und steuerte eine etwas abgelegenere Sitzecke an. Warum Sophia sie beide abschottete? Vielleicht, weil sie das Kompliment gerne gehört hätte. Nicht weil sie eingebildet gewesen wäre oder weil es angemessen gewesen wäre, aber Sophia kannte die Sünde zu gut. In einem Gasthaus alleine... wer wüsste ob Noah und sie nicht miteinander geflirtet hätten, nur zum Spaß. Nicht alles war Sünde.
Sophia strich sich eine aus dem Knoten gefallene Haarsträhne zurück hinters Ohr und sah Noah schließlich aus ihren braunen Augen aufmerksam an. "Was beschäftigt dich Noah? Du siehst nachdenklich aus. Nachdenklicher als sonst..." Sie war es gewohnt, dass sie ihn scherzhaft ermahnen musste nicht mit ihr zu flirten. Das sie das nicht tun musste war ein eindeutiges Indiz, das etwas in der Luft lag...
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Noah



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MessagePosté le: Sam Avr 02, 2016 3:03 am    Sujet du message: Répondre en citant

Noah musterte sie nochmal kurz von Kopf bis zu den Schultern, während er ihr zur abgelegenen Sitzecke folgte. So nahm er dann schließlich platz, nachdem die Dame sich zuerst nieder ließ.

Dann stellte sie eine unangenehme Frage, wo er kurz die Augen für einen Moment schloss, frei nach dem Motto: So eine Scheiße.

Dann öffnete er sie wieder und wusste zunächst nicht was er sagen sollte. Dass nichts los war konnte er nicht sagen, sonst hätte er wegen einer Lüge wieder beichten müssen. Also kam er nicht drum herum offen zu sein, aber dennoch schweigsam zu sein.

"Das ist eine lange Geschichte, die ich nicht so ohne weiteres erzählen kann. Mich würde mehr interessieren was euch in so jungen Jahren schon so aktiv in die Glaubensgemeinschaft geführt hat?"

Er mochte es nicht, wenn es um ihn ging. So versuchte er das Gespräch in eine andere Bahn zu lenken. Er weiß nicht warum, aber er fühlte sich bei Sophia sehr vertraut. Doch das war ihm wohl eine Nummer zu krass zu erzählen.
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Sophia_elisabeth



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MessagePosté le: Dim Avr 03, 2016 12:29 am    Sujet du message: Répondre en citant

Er wollte also noch nicht darüber reden. Das akzeptierte sie. Immerhin wusste sie selbst, wie sündigen sich anfühlte. "Nicht ohne weiteres... Verstehe." Sie nickte sanft und ein Lächeln, warm und freundlilch wurde ihm zuteil. "Wir sind privat hier, du kannst ruhig du sagen." Sie mochte dieses Gestelzte einfach nicht. "Ich war schon immer gläubig. Meine Mama und mein Papa waren beide gläubig. Sie starben vor etwas über zwei Jahren. Den Kirchenweg wählte ich nachdem ich eine Weile mit aristotelischen Nonnen gereist war. Sie suchten ein neues Kloster und wollten, dass ich bei ihnen lebe. Aber mich lockte es hinaus auf die Straße und so kam es, dass ich von St. Goar bis nach Zwiefalten zu Fuß ging. Im Gepäck nichts weiter als meinen Glauben und ein Sonntagskleid, das man nicht mehr als solches bezeichnen konnte. Das habe ich in Falten im Armenviertel verschenkt. Eigentlich habe ich viel dort verschenkt. Meinen Tageslohn, mein Brot... die Menschen dort waren Ärmer als ich, aber sie alle waren voller Hoffnung und voller Vertrauen in Gott. Ich wollte ihnen dienen und ihnen helfen, also entschied ich mich Diakonin zu werden. Mehr wollte ich nicht. Tja... und wie die Dinge so kamen, habe ich mich taufen lassen, mich zum Unterricht angemeldet und Mutter Ysabet hat mich gefördert. Sie erwartete zu schnell zu viel von mir. Ich lernte, dass meine Ansichten weit liberaler waren und sowie die Kirche erblühte zu dem was du heute kennst, war eine Gemeinschaft entstanden, in der man gerne aktiv dient, seine Zeit einbringt und die Nachwuchsförderung unterstützt. Ich warte nun seit Monden darauf selbst wieder die Schulbank drücken zu dürfen. Ich möchte mich als Inquisitorin einbringen. Klingt seltsam, wenn man den größten Teil seines Lebens in den Dienst an der Menschheit gestellt hat und in den Dienst des Glaubens, aber so ist es eben. Jeder von uns hat seinen Beweggrund hier zu sein und jeder von uns Menschen ist fehlbar und sündigt. Ich auch." Kurz zuckten ihre Mundwinkel, als sie an ihre eigene Fehlbarkeit dachte. Asketisch hatte man sie einst genannt. Nun war davon nichts mehr übrig.
"Und was führt dich dazu, Diakon werden zu wollen?" Es war das erste Mal, dass sie so offen fragte, aber Noah war schon lange ihr Schüler und somit war es nur recht und billig, dass sie ihn fragte.
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Noah



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MessagePosté le: Lun Avr 04, 2016 10:12 pm    Sujet du message: Répondre en citant

Noah hörte ihr zu, wie sie erzählte. Es war ihm persönlich ganz recht, dass sie ihn nicht weiter befragte, sondern von sich erzählte. Es war eine relativ interessante Geschichte. Interessant in dem Sinne, dass es wohl immer der Tot war, der jemanden dazu führte, Diakon zu werden.

"Ich bin beeindruckt. Inquisition also?"
Er war sich nicht sicher was er wollte. Ein Plan stand an, aber wie er ihn durchführte, ließ er noch offen.

Doch auch ihre Frage, die sozusagen eine Steilvorlage war, führte wieder zu dem Thema, was ihn beschäftigte. Noah war kein üblicher Diakonanwärter und würde niemals ein üblicher Diakon werden. Denn er war in der Vergangenheit genau das Gegenteil. So waren dann auch manchmal seine Arten zu sprechen.

"Jemand hat meine Frau getötet."

sagte er nun salopp. So war es schließlich auch. Allerdings war dies nicht alles, aber damit fing es an.
Der erste Moment machte wohl den Eindruck, dass ihn das nichts mehr ausmachte. Doch war dies etwas, was ihn im Leben nicht mehr loslassen würde. Es verletzte ihn immer zu neu. Es war aber auch gleich ein Neuanfang.
So wollte er erstmal diese Aussage wirken lassen.
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Sophia_elisabeth



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MessagePosté le: Mar Avr 05, 2016 1:20 am    Sujet du message: Répondre en citant

Sie nickt. Ja Inquisition. Warum auch nicht?
Dann wurde sie still. "Das... tut mir Leid." Wieso geriet immer sie an solche Fälle? Seit sie Leiv begegnet war, vertrauten sich ihr immer die Menschen an, die jemanden durch Mord verloren hatten oder die selbst getötet hatten oder Morde gedeckt hatten. Warum prüfte Gott sie so sehr. "Ich hoffe, dass... derjenige, der das getan hat seine Strafe bekommen hat." Es klang ruhig, auch wenn es sie innerlich aufwühlte, dass dieser Satz gefallen war. Sie würde ihn entscheiden lassen, ob er mehr darüber sagte, aber sie wollte ihm kurz die Hand auf die Schulter legen, damit er merkte, er war nicht allein.
Er war also ebensowenig ein normaler Kandidat, wie sie selbst. Aber war nicht normal langweilig?
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Noah



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MessagePosté le: Mar Avr 05, 2016 12:57 pm    Sujet du message: Répondre en citant

Auf ihr Mitgefühl antwortete er mit: "Igualmente" was soviel wie gleichfalls bedeutete. Denn auch ihr gebührte das Mitgefühl, auf Grund ihres doppelten Verlustes.

Doch was war Strafe?

"Leider hat er das. Doch war der Verlust wohl die Wiedergutmachung für meine Taten. Ich musste ein Leben lassen, um die Leben die ich nahm zu vergelten. Hätte man mir sonst meine Taten vergeben können? Hätte ich sonst das Anrecht hier sitzen zu dürfen und mich bei Erfolg Diakon der aristotelischen Kirche, nennen zu dürfen? Warum tat der Angreifer das? Wurde er beauftragt? Warum wurde er beauftragt? Wurde er vielleicht erpresst? Gezwungen? Hätte ich ihn nicht besser fragen sollen, warum er meiner Frau das Leben trachtete? Ich weiß nicht."


Das war nicht mehr der alte Noah. Niemals hätte er christlich gedacht und hätte dem Mann vergeben. Er hätte rechtfertigt, dass er zu Recht die Angreifer auf brutalste Weise umbrachte. Doch genau das war eben nun sein Leiden. Nicht der Verlust seiner Frau, sondern die Schwere seiner eigenen Verbrechen. Durfte er zornig über jene sein, die taten was er unlängst in seiner Vergangenheit tat? Gab es eigentlich Vergebung für Männer wie ihn? Er bat Gott um Vergebung, aber er vergab sich nicht mal selbst.


Dernière édition par Noah le Jeu Avr 07, 2016 6:40 pm; édité 1 fois
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Sophia_elisabeth



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MessagePosté le: Jeu Avr 07, 2016 8:23 am    Sujet du message: Répondre en citant

'Gott steh mir bei!' wollte dem Mädchen über die Lippen. Nicht schon wieder. Weglaufen, einfach weglaufen und nicht wieder über einen toten Mann hören, der Unrecht getan hatte, dessen Tod sie nicht bedauern würde und auch nicht die Art, wie er gestorben war, einfach weil sie weiß wie es sich anfühlt Dinge zu verlieren, die man liebt. In ihrem Gesicht sieht man nichts von alledem. Sie wirkt als denke sie nach. Denn es war ihre Pflicht und sie hatte die Kraft, sonst würde Gott ihr nicht immer wieder und wieder Männer schicken, die schlimmes erlebt und getan hatten und einen besseren Weg beschreiten wollten.
"Auf deine Fragen Noah weiß ich keine Antworten. Manches muss man erfragen und manches bleibt besser im Nebel, manches bleibt erzwungenermaßen dort. Manchmal wollen oder sollten wir die Antwort gar nicht kennen, denn wüssten wir sie, würde es unser Leben nur härter machen, schwerer.
Gott weiß, dass du deine Fehler bereust, jeden von ihnen und Gott vergibt denen, die gesündigt haben, wenn sie ehrlich bereuen und um SEINE Vergebung bitten. Du kannst, wenn du das möchtest, dir all das, was dich belastet von der Seele reden. Ich werde dir zuhören und ER wird es ebenfalls tun."

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Noah



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MessagePosté le: Jeu Avr 07, 2016 6:43 pm    Sujet du message: Répondre en citant

Noah winkte ab. Es gab genügend Andere, die seiner Aufmerksam und der der Dame benötigten. Was würde es ändern? Vergessen könnte er es eh nicht. Das würde Sophia nicht erreichen und der Herr Gott auch nicht. Es gehörte zu seinem Leben dazu und das war eben nun mal ein Schicksal, dass er zu erleben hatte.

"Habt vielen Dank, aber es ist nicht nötig darüber zu sprechen. Ich hatte jemanden, der mir zugehört hatte. Er bekehrte mich und brachte mich wieder hinauf und auf den rechten Weg. Jemand der komplett am Boden war. Erinnert ihr euch an den alten Mann, der bei meiner Taufe in der letzten Reihe war und den Anschein machte wach zu sein?"

"Der Alte Justus" schlief immer, wenn sie in die Kirche von Zwiefalten gingen. Noah setzte ihn immer auf der letzten Kirchenbank ab, dann ging er zu einem Beichtstuhl und betete. Das tat er immer. Juscha führte immer eine Messe durch, wenn wir kamen. Dennoch setzte er sich auf den Beichtstuhl und war praktisch allein mit Gott an diesem Ort. Er brauchte auch nur ihn. Juscha war für diese Art von Gesprächen nicht notwendig.
Der alte Mann brauchte auch nie lange, da schlief er bereits und hat auch von der Messe nie was mitbekommen. Im Anschluss konnte er sich allerdings immer an viele Dinge aus der Predigt erinnern. Es war so, als habe er alles wahrgenommen, obwohl er geschlafen hatte. Doch in Wahrheit war es womöglich immer nur eine Zusammensetzung aus den Fetzen die er zu Beginn der Messen immer nur mitbekam. Es klang allerdings immer so, als hab er den Anfang, die Mitte, das Ende und all das dazwischen mitgehört. Hatte er vielleicht doch die Messen unterbewusst immer mitbekommen? Das wird für Noah wohl immer ein Rätsel bleiben. Daran konnte er sich immer erinnern, wenn er über den Alten Justus nachdachte.
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Butterblume
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MessagePosté le: Jeu Mai 12, 2016 8:35 pm    Sujet du message: Répondre en citant

Die Schritte führten sie durch das Schulgebäude und schließlich in den Garten. Sie spazierte eine Weile an der frischen Luft umher und passend zum Abendessen fand sie sich bei den anderen Schülern ein. Sie würde die nächsten Tage dafür nutzen alles Wissen zu wiederholen, was sie über die Kirche hatte. Einen guten Eindruck machen. Oder war das zu streberhaft? Darüber dachte sie eine Weile nach und beschloss schließlich, dass sie sich doch ein klein wenig zurückhalten würde. Und womöglich war ihr Wissen auch so gering, dass sie sowieso viel Zeit mit Lernen verbringen würde.
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Tallon



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MessagePosté le: Ven Mai 13, 2016 11:11 am    Sujet du message: Répondre en citant

Des Abends findet sich Bruder Justus beim Abendessen ein. Vielleicht würde er Glück haben und Kettlin antreffen wegen seiner Frage. Vielleicht auch die anderen Schülerinnen oder Schüler, die vielleicht zum einen oder anderen Fragen hätten oder was benötigen würden.

Wobei es seit der Schulreform selten viele aktive Schüler auf einmal gibt, da die Kurse darauf getrimmt wurden, sehr schnell absolviert zu werden, sofern die Schüler so strebsam sind. Ein Diakonkurs in wenigen Tagen ist daher keine große Überraschung mehr.

Heute gibt es Fisch mit gedünstetem Gemüse sowie frisches Ofenbrot dazu. Als Nachtisch eine kleine Milchspeise. Gerade Fisch und Milch sind wichtige Nahrungsmittel für angehende Kleriker und Klerikerinnen, wenn sie einst das In Gratebus Studium der Kirche absolvieren wollen. Dazu könnte Justus auch einiges erklären.
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Kettlin



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MessagePosté le: Ven Mai 13, 2016 1:00 pm    Sujet du message: Répondre en citant

Kettlin war noch ein wenig spazieren gegangen. Und auch in sich. Vieles bereitete ihr Freude und doch auch Kummer.
Das Weltbild eines anderen "Glaubens", der Frauen in solch Ämtern wie sie es inne hatte verdammte, fand alles andere als Gefallen.
Bevor sie noch daran ging die letzte Lektion ihres Nuntiaturkurses fertig zu machen zwecks Abgabe, war die Diakonin noch einmal in der Bibliothek.
Hatte sich ein wenig inspirieren lassen zu einem Werk das sie verfassen wollte, und vielleicht in solch schwerer Zeit ein wenig Leitbild wäre.
Für die römisch-aristotelische Kirche und allen voran auch der Gleichwertigkeit der Frauen, die hier Tag für Tag so eindrucksvoll gelebt wurde.
Und nicht nur davon gesprochen oder gar totgeschwiegen, sondern mit Freude und Wertschätzung begleitet.

Sie sah Justus nicht gleich, schwirrte ihr noch eine andere Arbeit im Kopfe herum. War Kettlin ja auch helfend dabei in deutscher Sprache übersetzte Texte zu glätten.
Also in eine gut lesbare und auch verständliche Form zu bringen. Sei es Lehrreiches für die Schule, oder wichtiges und informatives im Bezug auf das Buch der Tugenden.
Wo derzeit leider noch so einiges nur in fremden Sprachen vorhanden war. Versuchend Gesetze oder kirchliche Aushänge fehlerfrei zu präsentieren.
Ja, auch hier war sie in ihrem Element. Die Dunkelhaarige liebte es kunstvoll mit Worten zu spielen. Aber in der Sinnhaftigkeit zu bleiben.
Ihnen manchmal vielleicht eine zu blumige Umschreibung angedeihen ließ.


Dernière édition par Kettlin le Lun Mai 16, 2016 12:47 am; édité 2 fois
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Butterblume
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MessagePosté le: Dim Mai 15, 2016 11:57 pm    Sujet du message: Répondre en citant

Nach ein paar Tagen in Linz, war auch Hannah wieder zurück in der Ordensschule. Ihr Unterricht hatte noch nicht angefangen, daher hatte sie sich die Freiheit genommen noch einmal in Linz nachzusehen, ob alles in Ordnung war. Dort hatte sie sogar den Vize-Primas kennengelernt. In ihren Augen eine große Ehre.

Am Morgen des Sonntages war sie zurück gewesen. Sie hatte dem Gottesdienst beigewohnt und schließlich in den Garten verkrochen. Sie half ein paar Nonnen und anderen Schülern dabei Pflanzen umzutopfen, Erde umzugraben und sie zu gießen. Sie hatte wirklich richtig Gefallen daran gefunden im Garten zu arbeiten. Wenn sie einmal eine Pfarrerei übernehmen durfte, würde sie einen riesigen Kräutergarten anlegen.

Am späten Nachmittag saß Hannah unter einem Baum im Garten und las im Buch der Tugenden. Es dauerte noch etwas bis zum Abendessen und sie wollte das gute Wetter noch etwas genießen, bevor es zum Essen und zum Abendgebet ging. Außerdem hoffte sie, dass sie die andere Schülerin wiedertreffen würde. Liena war ihr Name gewesen. Sie wollte diese nicht etwa über die Kurse ausfragen, sondern einfach jemanden kennenlernen, der wie sie ganz am Anfang der Ausbildung war. Sie musste auch zugeben, dass in Linz nicht sehr viele Menschen waren, die sie als Freunde bezeichnen würde und die Hoffnung hatte, dass sie hier zumindest ein paar Menschen finden würde, die an Bedeutung gewinnen könnten.
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Feliciana



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Messages: 770

MessagePosté le: Lun Mai 16, 2016 11:21 am    Sujet du message: Répondre en citant

Feliciana war in den letzten Tagen nicht in der Ordensschule gewesen. Der Grund? Eine Taufe in Meissen sowie die Betreuung der Pfarreien in der gleichnamigen Markgrafschaft. Jetzt war sie zurück und fand eine Notiz von Bruder Tallon, der ihr mitteilte es gäbe eine neue Schülerin. Nach dem sie ihr Hab und Gut in ihren Räumen abgestellt hat machte sie sich sogleich auf die Suche nach der Frau und fand sie nach einigem durchfragen im Garten. Langsam ging die kleine Italienerin auf die Frau zu. "Guten Tag, Kind." grüßte sie jene. Kind. Eigentlich eine komische Anrede, besonders von einer Frau die selbst gerade erst einmal knapp 20 Lenze zählte. Aber nichtsdestotrotz war Feliciana bereits Kardinälin. "Mein Name ist Feliciana Maria Colonna. Suffragan-Kardinälin und Bischöfin zu Regensburg. Ich habe die Ehre für die Kirchenprovinz Salzburg die Professorin für alle Schüler zu sein. - Wenn ich richtig informiert bin, so seid ihr Hannah und kommt aus der Diözese Passau. Wenn ihr wollt können wir gleich einmal zum Unterrichtsraum gehen und die grundlegenden Dinge dort besprechen."
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Feliciana Maria Colonna
National Elector-Cardinal
Suffragan-Bishop of Regensburg
Prefect of the Villa San Loyats
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Tallon



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Messages: 1364

MessagePosté le: Mar Mai 17, 2016 11:21 am    Sujet du message: Répondre en citant

Justus freut sich, dass etwas Hilfe im Garten durch Hannah ist. Es sieht da nun richtig gut aus. Doch bleiben da noch die Blumenkästen am Eingang. Er hat dann irgendwie mal Glück und "erwischt" Kettlin. Hannah wird nun sicher im Unterricht sein. Hilfesuchend ist sein Blick zu Kettlin, als er fragt:

Hochehrwürden? Erlaubt Ihr dass ich Euch um Hilfe frage? Der Gärtner ist erkrankt und es sollen Blumenkästen am Eingang aufgestellt werden. Doch was dafür nehmen? Hättet Ihr da nicht einen Rat für mich?

Justus hofft, sie könnte ihm da wohl einen guten Rat geben. Er selber hat da so gar kein Händchen für. Aber was man nicht selber kann, kann man ja um Hilfe fragen. Er meinte Kettlin und Tallon auch im Garten gesehen zu haben mehrmals. Dass sie daher vielleicht helfen könnte, könnte ja sein.
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Kettlin



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Messages: 601

MessagePosté le: Mar Mai 17, 2016 7:47 pm    Sujet du message: Répondre en citant

Noch immer hatte Kettlin gewartet bis Justus seine Frage äußerte. Ein wenig erstaunt war sie schon darüber.
Musste aber dann leicht schmunzeln. Eine sehr ungewöhnliche Bitte, aber nichts was unlösbar wäre.
Wie sagte schon Mönch Michael zu mir: Wenn er in den Gärten des Klosters arbeitet oder umhergeht, bewegt sich der Mönch im Werk Gottes.
Und nimmt auf seine Weise daran teil, dass die Schöpfung Wirklichkeit wird.

Hmm .. mal überlegen. Die Nachtfrostzeiten sollten nun eigentlich vorbei sein. So könnte man schon mit sommerlicher Bepflanzung beginnen.
Etwas, das nicht zu viel Pflege bedarf, aber doch lange mit Blütenpracht erfreut und den Eingang auch eine einladende Note gibt.


Kettlin hatte da schon einiges im Kopf. Oder selbst schon gezogen in ihrem Wintergarten. Welches nun zum Teil in ihren Garten wandern würde.
Gerne könnte sie für hier einiges spenden, wenn Justus das gerne möchte. Ich nehme an, es sollen eher Zierpflanzen sein und kein Kräutergarten?
Nun da könnte ich einiges empfehlen, und auch gerne etwas dazu beisteuern. Mein Wintergarten gibt dazu einiges her an Setzlingen.
Da wäre die Rosa Hortensis, eine herrliche Pflanze und mit guter Pflege sogar winterhart. Pfingstrosen oder Liliengewächse sind sehr prächtig.
Aber für diese Blumenkästen wohl nicht so geeignet, weil diese alle sehr hoch wachsen und eher Platz für ihre Wurzeln brauchen.


Grübelnd wurde auf und ab gegangen und dann weiter gesprochen. Man könnte vielleicht doch auch Heilpflanzen nehmen.
Diese ja auch so schön anzusehen sind, und man kombiniert sie mit reinen Zierpflanzen. Was haltet ihr davon?
Die Akelei ist da ein Bespiel. In höfischen Gärten sind diese sehr beliebt und finden auch auf machen Gemälden ihren Platz.
Die Levkoje ist eine Art Veilchen, jene gibt es in in hellrosa, purpur, violett oder weiß und wird vor allem auf Burgen in großen Mengen angepflanzt.
Rosen, aber eher kleinwüchsige Arten, wären doch sicherlich auch etwas herrliches, es gibt da viele sehr angenehm duftende Sorten.
Man kann dazu auch Ringelblume, Schafgarbe, Schlüsselblume und Lavendel anpflanzen, von Duft und Farben her würde alles zusammen passen.


Leicht fragend sah die Dunkelhaarige Justus an, hoffend sie haben ihn nun nicht überfordert. Sie hatte ihm aber für alle Pflanzen kleine Skizzen gemalt.
Damit er, falls er diese nicht kannte, sich ein Bild davon machen konnte. In jedem Falle würde es eine farbenfrohe Gestaltung der Blumenkästen ergeben.
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