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L'Eglise Aristotelicienne Romaine The Roman and Aristotelic Church Forum RP de l'Eglise Aristotelicienne du jeu en ligne RR Forum RP for the Aristotelic Church of the RK online game 
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Ascan_rhegius

Inscrit le: 28 Fév 2025 Messages: 104
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Posté le: Dim Mai 03, 2026 9:59 am Sujet du message: |
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03.05.1474
Wie schnell doch alles gehen kann. Zuerst ist Ascan hier als ein eher verlorener junger Mann um nun Bischof von Passau zu sein und bald wieder in Rom einzutreffen. Sein Palazzo ist leider noch nicht fertig und damit muss er sich ganz dreist dem Kardinal offiziell vorstellen. Hierfür wird natürlich vorab ein Brief geschrieben:
| Citation: |
An seine Eminenz Kalixtus de Montfort-Beaumont d'Autevielle
Von seiner Exzellenz Ascan Rhegius
Eure Eminenz,
in meiner Bescheidenheit werde ich bald wieder Rom aufsuchen und doch komme ich nicht alleine.
Ich habe eine neue Schülerin für Euch und ich wäre Euch zu großem Dank verpflichtet, wenn Ihr uns die Ehre erweist, sie zu lehren.
Meine zukünftigen Diakone sollen die beste Ausbildung bekommen und danach sicher und verantwortlich handeln, so wie ihr es mich auch gelehrt habt.
Doch ich habe noch eine andere Bitte an Euch.
Mein Palazzo ist leider noch nicht fertiggestellt und ich würde die junge Dame und gegebenenfalls mich gerne bei Euch einquartieren lassen.
Und vielleicht habe ich auch die Freude, dass meine Taufpatin, Eure Schwester, anwesend sein wird? Ich habe sie leider längere Zeit nicht mehr gesehen.
Ich verbleibe in tiefster Demut
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Kalixtus Cardinal


Inscrit le: 24 Fév 2013 Messages: 16071 Localisation: Roma, Palazzo Doria-Pamphilj
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Posté le: Lun Mai 04, 2026 6:21 pm Sujet du message: |
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| Citation: |
An seine Exzellenz Ascan Rhegius
Mein lieber Ascan,
Euer Brief hat mich erreicht wie ein vertrauter Klang aus vergangenen Tagen – und ich erkenne darin nicht nur die Stimme eines ehemaligen Schülers, sondern die eines Mannes, der beginnt, Verantwortung mit jener Ernsthaftigkeit zu tragen, die ich stets von Euch erwartete.
Ihr bringt mir also eine neue Seele dar, formbar, prüfbar, vielleicht auch widerständig. Ihr kennt meine Haltung: Ich lehre nicht, um zu gefallen, sondern um zu enthüllen. Wer unter meiner Hand steht, wird nicht nur Wissen empfangen, sondern sich selbst begegnen – und nicht jeder erträgt diesen Blick. Wenn Eure Schülerin also kommt, so soll sie wissen, dass sie nicht in eine Schule eintritt, sondern in ein Gefüge aus Prüfung, Disziplin und Wahrheit. Doch gerade deshalb willige ich ein. Bringt sie zu mir.
Was Eure Bitte um Unterkunft betrifft, so ist mein Haus kein Ort der bloßen Gastfreundschaft, sondern ein Ort der Ordnung. Dennoch – Ihr seid nicht irgendwer, den man an die Pforte weist. Ihr wart mein Schüler, und mehr noch: Ihr seid ein Teil dessen, was ich in die Welt gesetzt habe. Daher sollen Euch Gemächer bereitet werden, die Eurem Stand entsprechen. Für die junge Dame wird ebenfalls Sorge getragen.
Und Filomena…
Ihr sprecht ihren Namen mit jener Mischung aus Sehnsucht und Vorsicht, die sie bei vielen hinterlässt. Ob sie anwesend sein wird, liegt weniger in meinem Willen als in dem ihren – sie ist kein Schatten, den ich rufe, sondern ein Sturm, der erscheint, wann es ihm beliebt. Doch ich will nicht verhehlen: Sollte sie von Eurer Ankunft erfahren, so ist es durchaus möglich, dass sie sich zeigt. Und wenn sie es tut, so wird sie Euch nicht als Knaben wiedersehen, sondern als Mann prüfen.
Kommt also nach Rom, Ascan.
Bringt mir Eure Schülerin, bringt mir Eure Ambitionen – und, wenn Ihr es wagt, bringt mir auch Eure Zweifel. Denn nur das, was geprüft wird, hat das Recht, Bestand zu haben.
In Erwartung Eurer Ankunft
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Ascan_rhegius

Inscrit le: 28 Fév 2025 Messages: 104
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Posté le: Sam Mai 09, 2026 8:20 am Sujet du message: |
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Endlich sind sie angekommen. Schon seit einer Weile hat sich die Landschaft stark verändert und als sie Rom erreichen, wirkt alles so imposant und mächtig. Besonders als sie immer näher Richtung Vatikan kommen und damit die Häuser pompöser werden. An einem besonders großen Exemplar hält die Kutsche und Ascan steigt aus. Er würde Samila helfen. Sie sind an der Residenz von Eminenz Kalixtus. Die Antwort war eindeutig ausgefallen, dass sie hier während der Prüfung wohnen dürfen. Wahrscheinlich hat man ihre Ankunft schon weiter gegeben. Ascan hat hier auch während seiner Lehrzeit gewohnt und seine Eminenz war immer Bestens informiert. Willkommen in Rom Samila. Hier werden wir während deiner Studienzeit verweilen. Seine Eminenz hat uns diese Ehre zukommen lassen. _________________
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Samila

Inscrit le: 03 Mai 2026 Messages: 4
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Posté le: Dim Mai 10, 2026 9:16 am Sujet du message: |
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Samila steigt langsam aus der Kutsche und bleibt für einen Augenblick neben Ascan stehen. Ihr Blick wandert über die hohen Gebäude, die reich verzierten Fassaden und die geschäftigen Straßen Roms. Alles wirkt größer, ehrwürdiger – fast überwältigend.
Unbewusst zieht sie den Mantel etwas enger um sich, während ihre Augen schließlich an der Residenz verweilen.
„Es ist… beeindruckend.“
Ihre Stimme klingt leiser als sonst, nicht aus Angst, sondern aus ehrlicher Ehrfurcht.
Als Ascan von der Ehre spricht, hier wohnen zu dürfen, blickt sie zu ihm auf. In ihren Augen liegt Dankbarkeit – und ein stilles Vertrauen, das auf der Reise zwischen ihnen gewachsen ist.
„Noch vor wenigen Tagen hätte ich mir nicht vorstellen können, einmal hier zu stehen.“
Ein kleines Lächeln zeigt sich auf ihren Lippen.
„Und jetzt beginnt alles erst wirklich.“
Für einen kurzen Moment bleibt ihr Blick auf ihm ruhen, als suche sie darin Halt zwischen all der Größe dieser fremden Stadt.
„Danke, dass Ihr mich hierher gebracht habt, Eure Exzellenz.“ _________________
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Ascan_rhegius

Inscrit le: 28 Fév 2025 Messages: 104
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Posté le: Dim Mai 10, 2026 10:09 am Sujet du message: |
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Ascan schmunzelt und sieht sie kurz an, bevor er wieder zum Eingang des erhabenen Baus sieht sieht.
Seine Eminenz hat mich wortwörtlich von der Straße aufgegriffen und er sagte mir etwas, dass ich auch Euch sagen möchte.
Er wird ernster. sollte man jungen Diakonen angst machen? Nein, man bereitet sie nur auf das Leben vor und auf das was kommen mag. Hätte Ascan nicht gewusst, was sich hinter den Gemäuern der Kirche abspielt, er wäre irritiert gewesen. Die Kirche, Samila, ist ein Schlangennest. beginnt er ehrlich zu sagen und schon deutet ein Diener an, dass sie Beide folgen sollen. Ascan geht also auf den Eingang zu und dann stehen sie in der prächtigen Halle. Von außen ist es schon opulent, doch der Kardinal ist dafür bekannt, sehr extravagant zu sein und das sieht man in dieser Halle auch. Innen ist es für einen Menschen aus einfachen Verhältnissen überwältigend. Dennoch redet er weiter. Als Diakon werdet ihr von diesen Intrigen nicht viel mitbekommen. Je höher ihr aber in eurem Amt wachsen wollt, desto mehr bewegt ihr Euch auf Glasscherben. Ich möchte das ihr wisst, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Aber seid unbesorgt, denn ihr seid unter meiner Hand und damit bedarf es für Euch keine Sorge zu haben. Deswegen lernt ihr auch vom Besten. Ich könnte Euch den Weg einfach bereiten und einen Prüfer suchen, der nicht so streng ist. Aber dies wird euch am Ende weniger helfen und zudem fühlt es sich gut an, durch die harte Lehre Kalixtus zu gehen. Den letzten Satz sagt er mit einem Schmunzeln. Lasst Euch erst einmal in Euer Gemach bringen, ruht etwas und dann werde ich Euch Eure Möglichkeiten aufzählen, die ihr durch diesen Weg bekommen werdet. _________________
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Samila

Inscrit le: 03 Mai 2026 Messages: 4
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Posté le: Dim Mai 10, 2026 11:38 am Sujet du message: |
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Samila folgt Ascan durch die gewaltige Halle, ihre Schritte werden langsamer, je mehr ihr Blick über die hohen Decken, die kunstvollen Verzierungen und das warme Licht gleitet. Für einen Moment fühlt sie sich klein zwischen all diesem Prunk – beinahe verloren.
Doch seine Worte holen sie zurück.
Als er die Kirche ein Schlangennest nennt, wandert ihr Blick kurz zu ihm. Überraschung liegt darin, aber keine Ablehnung. Eher das stille Begreifen, dass er ihr nichts vormacht.
Ich denke… ein Ort voller Menschen kann nie frei von Macht und Ehrgeiz sein.
Ihre Stimme bleibt ruhig, während sie weiter neben ihm hergeht.
Aber vielleicht ist genau das der Grund, weshalb Menschen wie Ihr gebraucht werden.
Bei seinen Worten, dass sie unter seiner Hand stehe, entspannt sich etwas in ihr. Nicht, weil die Warnung an Gewicht verliert – sondern weil sie ihm glaubt.
Ein leises Lächeln erscheint auf ihren Lippen, als er von der harten Lehre Kalixtus spricht.
Dann werde ich mich wohl besser darauf vorbereiten, viele Fehler zu machen und aus ihnen lernen.
Kurz hält sie inne und sieht erneut zu ihm auf.
Dennoch denke ich, dass dieser Weg der richtige für mich ist… ich freue mich darauf, zu sehen, wohin er mich führen wird.
Der Diener führt sie weiter durch die Residenz, doch Samila bleibt für einen Augenblick dicht an Ascans Seite, bevor sie ihm mit einem sanften Nicken folgt. _________________
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Ascan_rhegius

Inscrit le: 28 Fév 2025 Messages: 104
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Posté le: Dim Mai 10, 2026 12:12 pm Sujet du message: |
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Wie wahr doch die Worte sind, dass überall wo Menschen sind, Macht nicht fehlt. Er geht mit ihr noch die Stufen hoch, doch dann würden sich ihre Wege bald schon trennen, da die Gemächer weit getrennt liegen. wie ich seine Eminenz kenne, erwartet und nachher ein gutes Mahl. Wir werden uns also beim Essen wiedersehen und wenn ihr Lust habt, zeige ich euch dann noch ein wenig Rom. Er neigt leicht den Kopf zu ihr. Doch nun solltet ihr erst einmal ruhen, die Reise war anstrengend. Er würde sie nun den fähigen Händen der Dienerschaft überlassen und sich selber etwas zurück ziehen. Tatsächlich bekommt er sein altes Gemach wieder, welches ihm lange Zeit beherbergt hatte. An dessen Schreibtisch er studiert hatte, in dessen Bett er gelegen hatte. Er schiebt die schweren Vorhänge zurück und sieht hinunter auf die belebte Straße, die er von hier aus gut sehen kann. Es ist wirklich so wie vor einem Jahr, wo alles begonnen hatte. _________________
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Kalixtus Cardinal


Inscrit le: 24 Fév 2013 Messages: 16071 Localisation: Roma, Palazzo Doria-Pamphilj
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Posté le: Dim Mai 10, 2026 9:56 pm Sujet du message: |
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Kalixtus saß in seinem weißen Sessel mit dem goldenen Rand, der von holländischen Holzschnitzern in komplexen Ranken geschnitzt und dann vergoldet worden war Der Kardinal legte einen besonderen Wert auf diese Kleinigkeiten, die einen Unterschied machten in seiner Welt.
Die blütenweißen Gewänder des Mannes verschwammen mit dem weißen Polster des Sessels. Auch die schneeweißen, hüftlangen Haare, die in Kaskaden über seinen Rücken und die Schulter fielen, waren, wenngleich kunstvoll arrangiert, ein weiteres Merkmal, das sich mit der Umgebung verschmolz.
Die alabasterfarbene Haut wirkte faltenfrei und zeitlos, wie die von Statuen aus Marmor, kunstfertig gemeißelt und poliert in den Werkstätten von Florenz. Doch diese hier war aus Fleisch und Blut mit eisblauen Augen und einer kleinen goldenen Brille, die er auf der Nasenspitze trug, um die kleinen Schriftzeichen zu lesen, die sich in einer ergießenden Fülle auf den Seiten des alten Buches wiederfanden. Griechisch. Offenkundig ein altes Exemplar, gemessen an den abgegriffenen und teilweise beschädigten Buchrücken aus Schweinsleder. Die Lektüre muss faszinierend sein, da der Kardinal darin versank. Es waren Aufzeichnungen des Plato. Im Grunde eigentlich ein Gedanke, der ihn nicht losließ und vom ehemaligen Kardinal Pius kam, der die Ordnung des Dogmas in Frage stellte, dafür exkommuniziert wurde, doch – vielleicht – lag etwas in seinen Worten, das wahr war. So unwahrscheinlich es auch sein konnte, aber es gab noch andere im Laufe der Geschichte der Kirche, welche ketzerische Ideen hatten und die sich dann als Wahrheit herausstellten.
Kalixtus also las die Aufzeichnungen der Vergangenheit, die ältesten Ausführungen der alten Texte, deren Originale beim Brand der Bibliothek von Alexandria verloren gingen.
Wie vertrauensvoll war die Quelle? Er blickte über den Rand des Werkes hinaus und das gewöhnliche Kraulen des Kopfes von Anasari, seinem weißen Löwen, hielt an. Sehr zum Missfallen des Löwen, der aus dem Dämmerschlaf zu ihm hochblickte.
Die Gäste waren eingetroffen, das war erfreulich, wenngleich erwartbar. Seine Falken beobachteten die Stadt genau und wie seine Spinnen sahen sie alles und berichteten es ihm wie fleißige Loyalisten. So war es.
Er legte das Buch auf den Marmortisch vor ihm und nahm seine Brille ab, die er auf das Buch legte. Er brauchte sie nicht zum Schauen, er brauchte sie zum Identifizieren kleiner Schriftzeichen. Eine Art Vergrößerungsglas. Überaus effektiv. Er zündete sich eine Zigarette an, die er aus seinem goldenen Etui zog. Der Geschmack des Tabaks wärmte ihn, während der beißende kurze Schmerz seiner Lungen ihn daran erinnerte, dass er noch lebte. Wie nihilistisch.
Der sommerliche Wind, der durch die offene Front, die auf die Terrasse und den ausgedehnten Garten führte, ließ die langen weißen Vorhänge mit den goldenen Mustern aufbauschen und zerbrach den beständigen Rauchfaden, der von seiner Zigarette zur bemalten Decke schwebte.
Tabak mischte sich mit seinem Duft nach Ambra und Adlerholz sowie dem unverwechselbaren Duft der Ewigen Stadt, die nach Kräutern und altem Pergament roch.
Dies war seine Welt und genau genommen drehte selbige sich um ihn. Ein Zustand, der ihm erlaubte, der zu sein, der er war und der er sein sollte. Ein Füllhorn der Beständigkeit im Antlitz des Wandels.
Ein Diener brachte einen Kristallkelch mit einem Rotwein, so dunkel, dass man meinen könnte, er wäre schwarz wie die Tinte, mit der die Runen geschrieben werden. Ein Wein aus der Region des Schwarzen Meeres, eines verblassenden Königreiches, das im Antlitz der Zeit von selbiger getilgt wurde, wie der Wein selbst, der in seinem Kristall nur darauf wartete, die Sinne zu beflügeln und daran zu erinnern, dass alles auf der Welt ins Ewige oder ins Vergessen verbannt wurde.
So war dieser Tag dazu gemacht, das Schicksal zu beeinflussen, und das allein dadurch, dass er aufblickte, hinsah und gewährte, was anderen verwahrt blieb. Ein Wort, ein Gedanke, eine Tat und es war geschehen. Zukunft. _________________
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Samila

Inscrit le: 03 Mai 2026 Messages: 4
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Posté le: Lun Mai 11, 2026 1:22 pm Sujet du message: |
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Samila erwiderte Ascans leichtes Neigen des Kopfes mit einem stillen Lächeln, ehe sie sich schließlich von der Dienerschaft fortführen ließ. Die langen Gänge der Residenz wirkten beinahe endlos, geschmückt mit Teppichen, Gemälden und goldenen Verzierungen, die im warmen Licht der Kerzen schimmerten. Mit jedem Schritt wuchs ihre Ehrfurcht vor diesem Ort.
Als die schwere Tür ihres Gemachs geöffnet wurde, blieb sie für einen Augenblick reglos stehen.
Der Raum war größer als alles, was sie bisher gekannt hat. Hohe Fenster, schwere Vorhänge, fein gearbeitete Möbel — und mitten darin ein Bett, so breit und weich wirkend, dass sie unwillkürlich leise ausatmete.
Langsam trat sie ein, beinahe vorsichtig, als könnte all dies verschwinden, sobald sie es berührt.
Ihre Finger glitten über den Stoff der Bettdecke, ehe sie sich mit einer gewissen Unsicherheit auf die Kante setzte. Das Bett gab weich unter ihr nach und für einen kurzen Moment huschte ein ehrliches, fast kindliches Staunen über ihr Gesicht.
Nur kurz ausruhen, dachte sie noch.
Doch kaum hat sie sich zurückgelehnt, spürte sie erst, wie erschöpft die Reise wirklich gewesen war. Die Müdigkeit zog schwer durch ihren Körper, ihre Augen wurden langsam schwerer — und ehe sie es bemerkte, war sie eingeschlafen…
Als Samila wieder erwacht, fällt bereits helles Morgenlicht durch die Fenster. Für einen Moment weiß sie nicht, wo sie ist. Erst langsam kehren die Erinnerungen zurück — Rom, die Residenz, Ascan.
Sie richtet sich auf und streicht sich verschlafen eine Haarsträhne aus dem Gesicht, ehe ein leises Lächeln ihre Lippen berührt.
Der neue Tag hat begonnen.
Nachdem sie sich gewaschen hat, richtet sie sorgfältig ihre Kleidung, glättet jeden Stoffzug mit den Händen und bindet ihr Haar ordentlich zusammen. Sie bemüht sich um Haltung und Ruhe, auch wenn die Aufregung tief in ihr spürbar bleibt.
Ein Diener holt sie wenig später ab und führt sie erneut durch die prächtigen Hallen der Residenz. Schließlich entdeckt sie Ascan bereits wartend.
Sobald ihr Blick auf ihn fällt, entspannt sich etwas in ihr.
Guten Morgen, Eure Exzellenz.
Ihre Stimme klingt ruhig, doch die Nervosität vor dem bevorstehenden Treffen lässt sich nicht ganz verbergen.
Gemeinsam verlassen sie die Residenz und treten hinaus in die Straßen Roms. Die Stadt ist bereits erfüllt von Leben — Stimmen, Händler, das Rollen von Wagenrädern auf Stein. Während sie neben Ascan hergeht, wandert ihr Blick immer wieder staunend über die gewaltigen Gebäude.
Doch als schließlich die Universität vor ihnen auftaucht, wird ihr Schritt unbewusst etwas langsamer.
Hier wird sie Kardinal Kalixtus begegnen. Dem Mann, von dem Ascan gesprochen hat. Demjenigen, der über ihre Studien entscheiden wird.
Und obwohl Nervosität in ihr aufsteigt, bleibt sie dicht an Ascans Seite. _________________
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Ascan_rhegius

Inscrit le: 28 Fév 2025 Messages: 104
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Posté le: Lun Mai 11, 2026 2:12 pm Sujet du message: |
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Nachdem sich Ascan ein wenig frisch gemacht hat, erfährt er auch das Samila schläft und daher ergeht die Bitte sie auch schlafen zu lassen. Genug Zeit also, um sich durch die so vertrauten Gänge zu bewegen und dann in den ausladenden Salon einzutreten, den der Kardinal sein eigen nennt. Da sitz er auch, majestätisch wie Ascan es gewohnt ist. Er neigt den Kopf für einen Moment respektvoll. Er hat sich für die einfache schwarze Soutane entschieden, so dass seine Kleidung nicht sein Amt widerspiegelt. Aber er ist ganz froh aus den schweren Gewändern entstiegen zu sein.
Ascan hebt den Kopf wieder, bleibt aber noch in der Tür stehen. Denn wer weiß ob der Kardinal Gesellschaft wünscht. Eminenz, wir haben uns lange nicht gesehen. Zuletzt eher sporadisch und nur sehr kurz. Aber das letzte Mal war es bei seiner Ordination zum Priester, warum es ihm doch schon wie eine Ewigkeit vorkommt. Normalerweise könnte er sich von der Tür wegbewegen und doch wirkt es so, als würde er keinen Schritt zuviel machen, wenn es der Kardinal nicht wünscht. Nicht weil er Angst hat, denn dafür hat Ascan zu lange unter einem Dach mit dem Kardinal gewohnt. Sondern weil er gelernt hat stets ein aufmerksamer Beobachter zu sein und genau zu sehen als nur zu hören. Dies geschieht wohl automatisch, wenn man so angelernt wurde, wie es bei Ascan gewesen war. und so herrscht für einen Moment Stille.
Der nächste Morgen
Samila ist am frühen Morgen wach, genauso wie Ascan. Er hat sich etwas zu Essen aufs Zimmer bringen lassen, um noch ein wenig zu arbeiten und de Bücher zu studieren, die hier zu finden sind. Als ihm aber mitgeteilt wird das Samila bereit ist, trifft er sie in der Halle an. Guten Morgen, ich hoffe ihr habt gut geschlafen. Er deutet ihr an ihr zu folgen. Ich werde euch noch bis zum Kardinal begleiten, dann seid ihr auf Euch alleine gestellt. _________________
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